Das erste Rennen

 Beim 1. Rennen 1922 gab es noch keine Einteilung der Touren-, Sport- und Rennwagen, und ebenso wenig eine Unterscheidung zwischen Privat- und Industriefahrern. Dadurch prallten in der am  Vortag des Rennens stattgefundenen Fahrerbesprechung die Gemüter aufeinander, da einige waschechte Privatfahrer eine gesonderte

Bewertung wünschten. Es geschah nicht.  Profitieren konnten hiervon Fritz von Opel, mit seinem Bruder Hans, die in der Klasse bis 8 Steuer-PS mit deutlichem Vorsprung siegten. Sie schafften die 166 km Distanz (5 Runden) in 2:19:30 Stunden. Für ihre Zeit waren die Opels nämlich Profis. Sie hatten schon eine Art Fahrerlager in ihrem Hauptquartier im „Eifeler Hof“ in Heimbach, und sie starteten mit rennmäßig präparierten Fahrzeugen. Ein typischer Amateur –ein Herrenfahrer-war dagegen ein junger Mann, der mit ihnen im gleichen Feld startete. Sein Onkel, der in Aachen die „Fafnirs“ baute, hatte ihm für das 1.Eifelrennen ein Fahrzeug gegeben. Er kam nicht ins Ziel damit, aber er selbst kam wieder: Rudolf Caracciola. Die ersten auf der Strecke waren aber ab 05:25 Uhr die Hilfsmotorräder. Sie hatten außer ihren 1,5 – 2 PS noch Pedale, die unterstützend getreten werden dürften, weshalb sich auf diese Klasse, es waren 2 Runden, 66,4 km zu fahren, ehemalige Radrennfahrer mit kräftiger Beinmuskulatur spezialisierten.

Gesamtsieger dieser Veranstaltung, die sehr viele Ausfälle zu verzeichnen hatte, wurde schließlich Volkhard aus Laupheim auf einem Steiger, der mit seiner tollkühnen Vorstellung die Zuschauermassen in Bewunderung und Erstaunen versetzte.

Dieses 1. Eifelrennen war ein voller Erfolg. Begeistert sprachen sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer über den Verlauf dieser auf hoher sportlicher Stufe stehenden Fahrt. Der Industrie waren wertvolle Fingerzeige gegeben worden, die Leistungsfähigkeit der Maschinen zu steigern. Aber Besatzung und Besatzungsnöte ließen die erhoffte Wiederholung im Jahre 1923 ausfallen. Es war unmöglich, in den schlimmsten Zeiten des passiven Widerstandes an die Durchführung des Eifelrennens zu denken.